14.6.02.  

Radweg über die Elbe

Wenn Mathias Lintl aus Wilhelmsburg mit dem Fahrrad zum Gottesdienst nach Ochsenwerder möchte, muss er 16 Kilometer weit radeln. Dabei liegt die Kirche gleich gegenüber - am anderen Elbufer. Doch die vorhandene Autobahn- brücke ist für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Das wollen die Wilhelmsburger jetzt ändern. Ihr Vorschlag: unter der Brücke soll ein zwei Meter breiter und 2,20 Meter hoher Radweg montiert werden.
"Immerhin gehören die beiden Stadtteile Moorwerder und Ochsenwerder zu einer Kirchengemeinde", sagt Mathias Lintl vom Verein "Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg". "Doch seit dem Einstellen der Fährverbindung im Jahre 1962 sind gegen- seitige Besuche nur mit langen Umwegen über die Autobalmbrücke der A 1 oder die Elbbrücken möglich." Durch eine Radverbindung über die Norderelbe könne Wilhelmsburg außerdem an das Radwegenetz nördlich der Elbe angebunden
werden. "Wir rechnen mit Baukosten von weniger als einer Million Euro", sagt Mathias Lintl. "Der Weg könnte als Stahlkonstruktion an den südfichen Brückenrand installiert werden, ohne in die vorhandene Baustruktur einzugreifen." Jetzt will der Verein Fordergelder aus Berlin beantragen. Erst im April hatte der Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Kurt Bodewig, Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs beschlossen. Demnach will der Bund den Radverkehrin Deutschland in diesem Jahr mit rund 100 Miffionen Euro fördern. Staatssekretärin Angelika Mertens hat ihren Besuch an der Autobahnbrücke bereits angekündigt. (hk)

<<